54 Deinem Vater, um ſeine Einwilligung zu er⸗ flehen. Wohl und Wehe meines kuͤnftigen Lebens hangt von dieſem Wege ab, bete de s⸗ holb fur uns, flehe die Götter um ihren Bei⸗ ſtand an!“ Nach dieſen Worten druckte er ihr noch einen glühenden Kuß auf die Lippen und eilte dann raſchen Schrittes zur Burg. Irmgard ſchritt der Laube wieder zu, ſie moch⸗ te nicht zugegen ſein beim Geſpräche des Ge⸗ liebten und ihres Vaters. „Flehe zu den Goͤttern! ſprach er,“ lispelte ſie leiſe, „flehe zu den Göttern! Alſo hätte Anſelm dennoch Recht und er betet nicht zum Heilande, wie wir; doch unſere Liebe iſt lauter und rein und der Himmel wird ſeinen Segen nicht verſogen!“ Noch hatte ſie ſich nicht wieder auf die Moosbank niedergelaſſen, als es hin⸗ ter ihr raſchelte und Benno von Saaleck mit blutrothem Zorngeſicht vor ihr ſtand. Sie
vermeinte faſt vor Schreck in den Boden zu
ſinken und bebte erſchrocken zuruͤck, als ob ei⸗
ne Schlange ihr entgegenziſche. „Falſche! S
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