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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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eine auffallende Khnlichkeit mit dem ihrigen hatte. Wie geblendet ſenkte er dann die Au⸗ gen und erwiderte: „Fraͤulein Irmgard, ver⸗ zeiht, daß Ihr mich hier findet, ich gebachte mich nach der lang durchwachten Nacht hier im Freien zu ermuntern!“ Er wollte ſich ent⸗ fernen, doch ſie legte ihm traulich die Hand auf die Schulter und ſprach: „Bleib', Kuno, und eile nicht ſo, bleib' und gib mir Troſt. Du warſt unſer Geſpiele von Jugend auf, mein Vater konnte Dich mehr leiden denn die andern Kinder auf Rudelsburg und ich habe Deinen treuen und ergebnen Sinn oft er⸗ probt. Niemanden weiß ich, dem ich in mei⸗ ner Noth vertrauen, Niemanden, dem ich mein

meinen Widerwillen gegen den Saalecker, kennſt meines Vaters Strenge und doch kann

vor Kummer und Leid. Ach, Kuno, mein

8 Herz lieber öffnen möchte als Dir. Du weißt

h ihm nicht gehorchen und moͤchte vergehen

Herz liebt einen Andern; rathe mir, was ich anfange!“ Der Knappe errothete und antwor⸗

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