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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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Plötzlich verſtummte er, denn durch die ſich knartendköffnende Spitzbogenthuͤr ſchaute de

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Funke Liebe zu ihm in meinem Buſen, gern

wollte ich ihn anfachen zu hellen Flammen um nur des Vaters Zorn und ſeinen Fluch

nicht auf mein Haupt zu laden. Liebe kann

ich nicht heucheln, nimmermehr werde ich die Seine!“ Heiße Thraͤnen perlten ihr nach dieſen Worten über die Wangen und der Scharzfel⸗ ſer warf ſich in hoͤchſter Aufregung zu ihren Füßen nieder, ergriff ihre Hand und rief, die⸗ ſelbe an ſeine Lippen druckend: „Nicht ſterben, nicht dem Verhaßten ſollt Ihr folgen auf ſeine Byig, denn ſo lange noch ein Blutstropfen in mei⸗ nen Adern wallet, will ich Euch aus dieſem rubſal erretten und ſchuͤtzen. Ach! wie gluͤck⸗ lich muß Derjenige ſein, welchem Ihr dereinſt freiwillig dieſe Hand reichen werdet, dem Euch

der Prieſter am Altare Freyas vereint. Nur

auf kurze Zeit moͤchte ich ein ſolches Gluͤck genießen, dann möchten immerhin die Walky⸗ ren das Todesloos über mich werfen. —“