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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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her ſo einſam und ſo bang zu Muthe und plötzlich ſtand, wie aus der Erde gewachſen, eine lange Figur neben mir in einem weißen Mantel, es war ſicherlich das Todtenkleid. Und als ich die Figur angeſprochen, da ſprach ſie miteinem Grabestone: „Frede⸗ gunde, kennſt Du mich nicht? Und als ich ſtutzig fragte, wer er denn ſei? m da ſchlug die Geſtalt den Mantel von einan⸗ der und zugleich rückte ſie das Viſir aus dem Geſicht und ſprach mit Ingrimm „Ewald von Haſenburg heiße ich, Du ver⸗ brecheriſches Weib, und folge Dir bis ans Ende der Welt!“ — Und ich ſah die Höl⸗ lenflammen, bläulich und roth⸗ aus ſeinen Fingern fahren und ſprang mit inem Si ſank erſchöpftsurück, Mit bezwunge⸗ ner Erſchütterung redete ihr der Ritter freund⸗ lich zu und legte die Hand guf ihre heiß⸗

brennende Stirn. „Die Todten ſind todt

und gehen nicht um auf Erden.“ ſagte er.