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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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Erſchöpft ſanken die ermatteten Krieger auf dem Pflaſter des Burghofes nieder und die zurückgebliebenen Knappen hatten voll⸗ auf zu thun, die Verwundeten zu verbinden, die Hungrigen zu ſpeiſen und die Durſtigen zu tränken. Die Ritter aber ſaßen oben im großen Saale und erquickten ſich an dem aufgetragenen Mahle und ſpülten den Verdruß über den mißlungenen Ausfall in edlem Rheinwein hinunter.

Löwenburg aber blieb finſter und ein⸗ ſilbig und ein ſonderbar wehmüthiges Ge⸗ fühl und eine Beklemmung kam über ihn, daß es ihn nicht läiger auf ſeinem Sitze litt. Er erhob ſich, unbemerkt von den lätmenden Gäſten, die über ihre heutigen Thaten ſprachen und für die Folge neue Pläne entwarfen, und trat in eine Fenſter⸗ vertiefung. Es war draußen ſchon Racht und als er ſinnend hinausſchaute, erblickte er in der Dunkelheit ringsum in der Weite die Flammen der Wachtfeuer, neben welchen