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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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V.

„Aber kann ich es auch vor Gott ver⸗

antworten, Diethelm?“ ſagte Fredegunde zu ihrem Gatten, „daß ich den eignen Sohn, mein Fleiſch und Blut, in der Gewalt des rohen Ritters von Aſcherode laſſe? Du haſt mir zwar ſonnenklar bewieſen, daß es

nöthig iſt, ihn aus dem Wege zu räumen,

aber wie kann eine Mutter befehlen, daß ihr eigenes Kind getödtet werde?“

„Wie kann eine Gattin erlauben, daß man ihren Gatten morde, und ſelbſt mit

Löwenburg. „Du ſtrafſt ſie hart, die Sünde, S ich

i o Gott!“ ſeufzte Fredegunde. „Sei

doch nicht ſo boshaft gegen mich, Diethelm! Ich meine, den Mord an dem Gatten voll⸗ brachte ich im wilden Taumel der Leiden⸗

ſchaft, die den Menf ſc aller Vernunft be⸗

Hand anlegen?“ ſpottete nicht ohne Schör —

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