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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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„Und wenn Du mich gehört haſt, willſt Du mich auch rächen?“ ſprach der Geiſt weiter.

„Was? Rächen?“ fragte der Jüngling und ſeine Augen leuchteten. „Wer hat es gewagt, meinen Vater alſo zu beleidigen, daß er noch im Grabe um Rache rufen muß?“—

„Ich bin Deines Vaters Geiſt,“ ſprach der alte Ritter, „und verdammt, eine Zeit⸗ lang des Nachts umzugehen, am Tage aber

in marternder Gluth zu ſitzen, bis ich ge⸗

läutert bin und der Schmutz aller Sünden, die ich beging, ausgebrannt und getilgt iſt. Wäre es mir nicht verboten, einem Sterb⸗ lichen etwas vom Jenſeits zu entdecken, einen Bericht müßte ich anheben, deſſen

kleinſtes Wort Deine Seele aufrüttelte aus ihrer Ruhe, Dein junges Blut zu Eis er⸗ ſtarrte, Deine Augen hervor triebe aus ihren Höhlen und Deine Haare einzeln empor ſträubte. Aber ich darf nicht ſprechen, und ein ſterbliches Ohr iſt auch nicht vermögend,