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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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der Unterwelt angeweht, und alle Geſichter erbleichten. Nur der kecke Georg verlor den Muth nicht. Feſt ſchaute er den Schatten des geliebten Herrn an und ſprach: „Steh, theurer Herr! Und darfſt Du ſprechen, ſo ſag' nur einen Laut zu dem treueſten Deiner Diener und verkünde ihm, was Dich beunruhigt in Deiner ſtillen Gruft. Können wir etwas thun, Dir die fehlende Ruhe zu verſchaffen, ſo ſei gewiß, es ſoll uns nicht Mühe, nicht Anſtrengung dauern! Sag' frei heraus, was Dich quält und ſei unſeres Gehorſams gewärtig!“

Ueber das Antlitz des Geſpenſtes zuckte ein Freudenſtrahl, wie wenn ein Blitz eine Ruine fährt, und es ſprach mit dum murmelnder Stimme, die aus weiter Ferne zu kommen ſchien: „Beſcheidet meinen Sohn auf kommende Nacht in die Capelle und ſchweigt von dem, was Ihr geſehen!“ —