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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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Haar auf die Schultern, ein flatternder, weißer Helmbuſch beſchattete die gewölbte Stirn und das dunkle Augenpaar. Der Jüngling holte einen ſchweren Athemzug tief aus beklommener Bruſt und ſchaute mit den leuchtenden, ſchwatzen Augenſternen hinab auf die Gegend, die ihn in Paradieſes⸗ pracht anlachte. Seine Augen füllten ſich mit Thränen und ſchweigend ſetzte er ſeinen Weg fort.

Der alte Ritter aber, der ſeinen Begleiter

ſchon lange mit Verwunderung angeblickt hatte, brach jetzt das Schweigen und rief: „Sehe ich denn recht, oder täuſchen mich meine alten Augen? Was treibt Dir denn das Waſſer in die Azgen mein Junge? — Hör einmal, Burchard, das verſteh' ich nicht. Du, der Du ſeit zwei Jahren tapfer an mei⸗ ner Seite geſtritten, im wilden Getümmel der Schlacht luſtig und guter Dinge warſt, Du greinſt jetzt wie ein ſchwaches Weib, jetzt,

da wir wieder auf heimathlichem Boden