Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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Im köſtlichen Schmucke ſtieg eben Gaſton von Luxburg mit ſeiner blaſſen und einfach gekleideten Braut zur Wen⸗ delſtiege herab. Mit Anſtand grüßte er die Ritter und blickte dann wieder trium⸗

phirend auf ſeine Braut. „Verdammter

Räuber!“ ſchrie Kourad außer ſich vor Wuth und ſtürzte mit ſeinen Gefährten auf ihn zu.

Gaſton erſchrak heftig über die be⸗ kannte Stimme, ergriff eilig die Flucht undließ ſeine ohnmächtige BrautimStiche.

Konrad nahm ſie auf die Arme und floh mit ſeinen Gefährten nach dem Thore aber ehe man es erreichte, war es durch Gaſton Geſchrei: „Verrätherei! Zu den Waffen!“ ſchon geſchloſſen und die Zugbrücke aufgezogen. Konrad ließ ſeine Trompeter blaſen, und wie ein Waldſtrom, ſo ſtürzten die Krieger den ſchmalen Pfad hinauf.

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