Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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ſie bitten nach der Kapelle zu kommen, weil er eben im Begriff iſt, ſich mit dem edeln Fräulein von Liebenſtein auf ewig verbinden zu laſſen. Eure Leute unten am Berge will mein Herrx auch für heute bewirthen laſſen.“

Ohne die Viſire zu öffnen ſprengten die Ritter in den Burghof. Hier waren faßt alle Krieger des Luxburgers ver⸗ ſammelt, doch zerſtreuten ſie ſich ſogleich, als das Glöcklein der Kapelle ertönte. Der Weg dahin war mit Blumen be⸗ 16 ſtreut, und an den Fenſtern hingen bunte Bänder und Paniere. Konrads Herz pochte laut. Er wollte nach der Kapelle ſprengen, weil er glaubte, ſeine Adelgunde wäre ſchon dort, aber ſeine Begleiter hielten ihn da⸗ von ab.

Jetzt erſchienen zwei Knappen und führten die Roſſe der Ritter hinweg.

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