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Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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ſteins. Konrad konnte vor Wuth nicht ſprechen und ließ dem Roſſe ſeinen in⸗ nern Kampf fühlen. Jetzt gewahrte er mit den Rittern einen ſtarken Haufen Reiſige und Bogenſchützen ganz in der Nähe. Beſorgt ſahen einander die Rit⸗ ter an, Konrad aber erkannte in ihnen ſeine Leute, die Bärenburger und Lieben⸗ ſteiner, von welchen er wähnte, ſie hät⸗ ten ſich längſt zerſtreut. Dieſe braven Krieger hatten fünf Tage an jenem Orte auf ihren Herrn gewartet und als er nicht erſchien, ſo betrauerten ſie ſeinen Verluſt und zogen nach dem Liebenſteine zu. Mit Schrecken ſahen ſie die Ruinen des Liebenſteins und wußten nun nicht was ſie anfangen ſollten.

Unter allgemeinem Jubel wurde der geliebte Konrad empfangen. „Gfähr⸗ ten,“ ſprach dieſer zu ihnen, dork liegt die Burg meines Feindes, der räuber⸗

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