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Abend war nicht fern. Ein feiner Regen fiel herab und erfriſchte ſeinen durſtigen Gaumen. Vor Ermüdung ſank er in einen feſten Schlummer, aus welchem er erſt gegen Morgen erwachte.
Geſtärkt begann er nun wieder ſich einen Ausweg zu bahnen. Das Gehölz wurde lichter. Er beſtieg einen hohen Baum und ſah von hier aus die Lux⸗ burg liegen. Seine Wuth ſtieg bei die⸗ ſem Anblick auf's höchſte.
Nach ſeiner Berechnung konnte der Liebenſtein nicht mehr fern ſein, dorthin lenkte er ſeine Schritte. Ein Einſiedler erquickte ihn durch Speiſe und Trank, wobei er fragte: wohin ihn ſein Weg führe? Etwas mißtrauiſch entgegnete Konrad: „Nach dem Liebenſtein.“ „Nach den Ruinen des Liebenſteins wollt Ihr ſagen,“ meinte der Einſiedler „Ruinen,“ wiederholte Konrad und ein ſchrecklicher Gaſton von Luxburg. 8


