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Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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gewahrte ich, daß man mich zu einem großen Thore hineintrug. Vergebens ſchrie ich nach Hülfe. Die Knappen ſpotteten meiner und führten mich in ein ſchönes Gemach. Sobald mich die rohen Menſchen verlaſſen hatten, erſchien eine Wärterin, welche theilnehmend nach mei⸗ nen Befehlen fragte. Ich antwortete ihr nicht und durchweinte troſtlos die Nacht. Am nächſten Tage brachte ſie mir die lieblichſten Speiſen, aber faſt gar nichts konnte ich genießen. Die ſanften Mienen der Aufwärterin flößten mir Zutrauen zu ihr ein, und ich fragte: wo ich mich befände, oder wer mich hierher habe bringen laſſen. Da entglitt ihr eine Thräne, indem ſie erwiederte: Fräulein, der ſchrecklichſte Eid bindet meine Zunge, ich darf euch dies nicht ſagen. Troſtlos durchweinte ich einige Tage als mir die Aufwärterin im Namen ihres Herrn