Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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dem Burgherrn Gortfried von Lie⸗ benſtein, verbeugte ſich tief und ſprach: „Ein Sachſe, den Nacht und Sturm überfallen hat, bittet Euch um ein Nacht⸗ lager.“ Adelgunde ſtarrte den Fremdling an, denn Anſtand und Sprache verriethen den Helden Konrad. Hörbar klopfte ihr Herz unter dem vollen Buſen und ſie ſank vor Freude erbebend in einen Seſſel.

„Seid mir willkommen, Fremdling,“ entgegnete Gottfried, „was ich habe, ſteht Euch zu Gebote. Erquickt Euch durch einen Labetrunk, ſchlagt das Viſir zurück und legt die ſchwere Rüſtung ab.“

Der Ritter ſchlug das Viſir zurück, trat an den Tiſch, wo die Kerze brannte, und mit Erſtaunen erkannten Vater und Tochter den geliebten Konrad. „Seid Ihr's wirklich, Ritter Konrad, oder iſt's Euer Geiſt?“ ſchrie Gottfried.