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unwiderſtehlichen Leivenſchaft für eine bewundernswürdige, äußerſt tugendſame, junge Schöne — in die ſich Jeber⸗ mann verliebt — den Eingebungen der Vernunft und ſeines Herzens gefolgt wäre und ſich verheirathet hätte. Nehmen Sie den Fall an, ich hätte Ihnen zu ſagen, daß dieſer Mann mein Freund iſt; daß unſere vortreff⸗ liche, wahrhaft noble Freundin, die verwittwete Gräfin von Rockminſter ſich aufrichtig für ihn intereſſirt (und Sie mögen ſich denken, was ein junger Mann im Leben thun kann, wenn die Familie ſich für ihn inte⸗ reſſirt). Setzen Sie den Fall, ich hätte Ihnen zu ſagen, daß Sie ihn kennen — daß er hier iſt — daß er iſt —“
„Sam, verheirathet! Gott ſteh mir bei, Sir! Sie wollen doch das nicht ſagen!“
„Und mit einem ſo hübſchen Geſchöpfe, lieber Mr. Hurter.“
„Seine Lordſchaft iſt bezaubert von ihr,“ ſagte Pen, die erſte Lüge, die er ſich im Verlaufe dieſer Geſchichte erlaubte.
„Verheirathet! der Schuft, ei ſo ſchlag!“ dachte der alte Gentleman. „Es wird recht werden, Sir,“ ſagte Pen, ging und öffnete die Thür.
Mr. und Mrs. Samuel Hurter traten heraus, und Beide kamen und knieten vor dem alten Gentleman nieder. Die knieende kleine Fanny fand Gnade in ſei⸗ nen Augen. Sie muß, trotz Laura's Meinung, eine Anziehungskraft beſeſſen haben.
„Will's nicht mehr thun, Sir,“ ſagte Sam.
„Steht auf, Sir,“ ſprach Mr. Hurter. Und ſie ſtanden auf und Fanny kam ein wenig näher und noch ein wenig näher und ſah ſo hold und kläglich darein, daß Mr. Hurter das kleine, weinendlachende Ding küſſen mußte und das Gefühl hatte, als ob er ſie lieb haben würde.


