Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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oder einen armen Gläubiger auf liſtige Weiſe zu betrü⸗ gen, als es einen muthigern Schurken gekoſtet hätte, ſein Glück zu machen. Er war verworfen und ein Ränkemacher, ſelbſt auf der Mittagshöhe ſeines Glückes. Wäre er ein Kronprinz geweſen, — er hätte nicht ſchwächer, unnützer, liederlicher oder undankbarer ſein können. Er konnte nicht durch's Leben gehen, ohne ſich an Jemandes Arm zu hängen, und doch hatte er keinen Agenten, dem er nicht mißtraute, und durchkreuzte alle Pläne, die zu ſeinem Beſten gemacht werden konnten, indem er insgeheim gegen die Leute agirte, welche er für ſich in Thätigkeit ſetzte. Strong kannte Clavering und beurtheilte ihn ganz richtig. Nicht als Freunde famen die Beiden zuſammenz aber der Chevalier ar⸗ beitete für ſeinen Prinzipal, wie er gethan hätte, wenn er bei der Armee einen ermüdeten Marſch fortgeſetzt, oder ſeinen Theil an der Gefahr und den Entbehrungen einer Belagerung mitgemacht hätte, weil es ſeine Pflicht war, und weil er darein gewilligt hatte. „Was braucht er wohl?“ dachten die beiden Officiere in der Garniſon in Shepherd's Inn, als der Baronet unter ſie trat.

Sein blaſſes Geſicht drückte den höchſten Grad von Aerger und Aufregung aus. „So, Sir,“ ſagte er, ſich an Altamont wendend, „Sie ſind wieder auf Ihre alten Streiche zurückgekommen?“

„Auf welche?“ fragte Altamont ſpöttiſch. „Sie ſind in Bouge et Moir geweſen; Sie waren letzten Abend dort,“ ſprach der Baronet.

„Wie wiſſen Sie es? waren Sie dort?“ ſagte der Andere, „ich war in dem Clubb; aber nicht damit, daß ich mit den Farben ſpielte, geſchah es, fragen Sie den Kapitän — ich habe davon erzählt. Es geſchah mit den Würfeln, beim Hazard, Sir Francis, auf Wort und Ehre;“ und er ſah den Baronet mit vertraulicher, humoriſtiſcher Scheindemuth an, die den Andern nur noch mehr aufzubringen ſchien.

„Was, zum Deuxel, ſcheer' ich mich darum, Sir,