Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Tafel aufwarteten, und die es einige Mühe koſtete, ihren dienſtlichen Ernſt zu behaupten.

Bei den erſten zwei oder drei Beſuchen bei ſeinem Schwiegerſohn behauptete Coſtigan die ſtrengſte Nüchtern⸗ heit und begnügte ſich, das Verſäumte in der Hinter⸗ küche einzubringen, wo er ſeines Schwiegerſohns Clart (Claret) und Burgunder rühmte, bis ſeine Sprache über ſeinem ſechsten Tummler Whiskypunſch ihm verſagte. Aber mit der Vertraulichkeit verſchwand auch ſeine Vorſicht und der arme Cos compromittirte ſich an Sir Charles Mirabel's Tiſche durch vorzeitige Berauſchung auf's Kläglichſte. Man rief nach einem Wagen für ihn, und das gaſtliche Thor ſchloß ſich hinter ihm. Oft ſprach er melancholiſch mit ſeinen Freunden in der Küche von ſeiner Aehnlichkeit mit König Lear auf der Bühne — daß er, bei Gott, ein undankbares Kind habe, — daß er ein armer, einſamer, abgelebter, alter Mann ſei, und durch Undankbarfeit zum Trinken getrieben werde.

Es iſt peinlich, wenn man von der Schwäche von Vätern berichten ſoll; aber es muß von Coſtigan er⸗ wähnt werden, daß, wenn ſein Kredit erſchöpft und ſein Geld fort war, er nicht ſelten ſich an ſeine Tochter um Geld. wandte und ihr Angaben machte, die ſich nicht vollkommen mit der Wahrheit vertrugen. „An einem Tage war der Bailiff im Begriff, ihn in's Ge⸗ fängniß zu führen,“ ſchrieb er, „woſern nicht die — für Dich unbedeutende Summe von drei Pfund fünf Shil⸗ ling aufgebracht werden kann, um die grauen Haare eines armen Mannes von dem Kerker zu befreien.“ Und die gutmüthige Lady Mirabel ſchickte in aller Eile das nöthige Geld für ihres Vaters Befreiung mit der Ermahnung, für die Zukunft häuslicher zu ſein. Ein ander Mal hatte der Kapitän ein furchtbares Unglück und zerbrach ein Spiegelglasfenſter an dem Strand, für das ihn der Eigenthümer des Ladens in Beſchlag nahm. Das Geld kam auch dießmal an, um den Unſtern ihres Papa's wieder gut zu machen und wurde von