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(ſein Abendlied iſt viel melancholiſcher) ſo könnte man denken, Sir Charles und Lady Mirabel hätten die be⸗ ſtändige Gewohnheit, in ſeinen Zimmern einzuſprechen und den Ausbund des Adels mit ſich zu bringen, um den „alten Mann den ehrlichen, alten Halbſold⸗Kapi⸗ tän, den armen, alten Jack Coſtigan,“ wie Cos ſich ſel⸗ ber nennet, zu beſuchen. Die Wahrheit iſt, daß Lady Mirabel ihres Gatten Karte hinterließ, die an dem kleinen Spiegel über dem Kamingeſims des Wohnzimmers Nr. 4 ſeit vielen Mo⸗ naten ſteckt, und in Perſon gekommen iſt, ihren Vater zu beſuchen. Von freundlicher Gemüthsart und von ernſtem Pflichtgefühl geleitet, ſetzte ſie bei ihrer Verehe⸗ lichung ihrem Vater einen kleinen Gnadengehalt aus und er wurde gelegentlich an die Tafel ſeiner Tochter und ſeines Schwiegerſohns zugelaſſen. Zuerſt war Cos's Betragen „auf der Höhe der vornehmen Geſellſchaft,“ harmlos, wenn auch abgeſchmackt. Wie er ſeine Per⸗ ſon in ſeine beſten Kleider ſteckte, ſo wählte er auch die längſten und reichſten Wörter in ſeinem Wörterbuch, um ſeine Unterhaltung zu decken, und nahm eine Feierlich⸗ keit in ſeinem Benehmen an, das alle Perſonen, in deren Geſellſchaft er gerade war, in Erſtaunen ſetzte. — „Waren Ihre Herrlichkeit heute in dem Park?“ konnte er ſeine Tochter fragen. „Ich ſah vergeblich nach Ihrer Equipage. — Der alte Mann ward nicht von dem Anblick von ſeiner Tochter Wagen erquickt. Sir Chorlus (Charles), ich ſah Ihren Namen bei dem Lever; bei manchem Lever auf dem Schloß zu Doublin hat der arme, alte Jack Coſtigan ſeiner Zeit ſeine Auf⸗ wartung gemacht. Sah der Herzog gut aus? Bei Gott, ich will in Apſley Houſe anrufen und ihm eine Karte hinterlaſſen. Ich danke Ihnen, Jeames, ein röpfchen mehr Champagner.“ In der That, er war in ſeiner Höflichkeit gegen Alle prunkhaft und richtete ſeine Bemerkungen nicht allein an den Hausherrn und die Gäſte, ſondern auch an die Bedienten, die bei der


