275
ſie eine Ausſicht auf die beiden Parks hatten, auf die armen Paare und Kinder, welche noch in dem einen ſchlenderten und auf die Equipagen der Ladies und die Pferde der Dandie's, die durch das Bogenthor des an⸗ dern gingen. Die Sonne war mit einem Wort noch nicht hinter den Ulmen der Kenſingtoner Gärten hin⸗ unter und vergoldete noch immer das Standbild, welches die Frauen England's zu Ehren Sr. Gnaden des Her⸗ zogs von Wellington errichtet hatten, als Lady Clave⸗ ring und ihre Freundinnen die Gentlemen beim Weine zurückließen.
Die Fenſter des Speiſeſaals waren geöffnet, um die friſche Luft einzulaſſen, und boten den Vorbeigehen⸗ den auf der Straße den vergnüglichen oder vielleicht tantaliſirenden Anblick von ſechs Gentlemen in weißen Weſten mit einer Anzahl Karaffen und einer Auswahl von Obſt vor ihnen — kleine Knaben, die vorübergingen, und an den Geländern hinaufſprangen und hineinguckten, ſagten zu einander: „Meiner Treu, Jim, möchteſt Du nicht auch dort ſein, und eine Schnitte von dem Ana⸗ nas dort haben?“ — Die Pferde und Wagen der hohen und niedern Nobleſſe fuhren vorbei zu den belgra⸗ viſchen Toiletten. Der Polizeimann mit ſeinen krum⸗ men Füßen patrouillirte vor dem Herrenhauſe auf und ab: Die Abendſchatten begannen ſich zu verlängern: Der Gaſemann kam und zündete die Lampen vor Sir Fran⸗ eis Hausthor an: Der Kellermeiſter trat in den Speiſe⸗ ſaal und illuminirte den antiken gothiſchen Armleuchter über der antiken mit Schnitzwerk verzierten eichenen Svpeiſetafel, ſo daß man von außen in das Haus wie auf eine feſtliche Nachtſcene hineinſah und von innen eine Viſion eines ruhigen Sommermonats und der Mauer des Sankt James Parks und des Himmels oben hatten, an welchem ſo eben ein paar Sterne zu blitzen begannen.
Jeames lehnte mit verſchränkten Beinen an dem Thürpfeiler von ſeines Gebieters Wohnung und ſah nachdenklich auf das vorgenannte ruhige Schauſpiel hin,


