14
Auf dieſem Wege lernte beinahe Jedermann in Clavering Ned Strong kennen. Er ſagte es Madame Fribsby, er ſagte es dem Wirth zum George, er ſagte es Baker in den Leſezimmern, er ſagte es Mrs. Glanders und ihrer Jugend über dem Diner; er ſagte es endlich Mr. Arthur Pendennis, der eines Tages nach Clavering hineingähnend, den Chevalier Strong in Geſellſchaft des Kapitän Glanders traf und über ſeine neue Bekanntſchaft entzückt war. .
Ehe viele Tage vorüber waren, war Kapitän Strong in Helen's Geſellſchaftszimmer ſowohl zu Haus, als in Ma⸗ dame Fribsby's Parterre, indem er das einſame Haus mit ſeinem guten Humor und ſeinem nieverſiegenden Redefluß ſehr erluſtigte. Die zwei Damen hatten zuvor keinen ſolchen Mann geſehen. Er hatte tauſend Geſchichten von Schlachten, Abenteuern und Gefahren, von griechiſchen Gefangenen, polniſchen Schönheiten und ſpaniſchen Nonnen zu erzählen. Er kannte Hunderte von Liedern in einem Halbdutzend Sprachen und pflegte ſich an's Piano zu ſetzen und ſie mit einer vollen männlichen Stimme abzutrillern. Beide Ladies erklärten ihn für einen herrlichen Mann, und das war er auch. Obgleich ſie in der That bis jetzt keine große Auswahl von männlicher Geſellſchaft gehabt und im Verlaufe ihres Daſeins nur wenige Perſonen geſehen hatten, außer dem alten Portman, dem Major und Mr. Pen, der natürlich ein Genie warz aber dann waren ihre Ge⸗ nies daheim etwas ſchal und mürriſch.
Kapitän Strong machte ſeine neuen Freunde in Fairoaks nicht allein mit ſeinem eigenen Lebenslauf, ſondern auch mit der ganzen Geſchichte der nunmehr nach Clavering kommenden Familie bekannt. Er hatte die Heirath zwiſchen ſeinem Freunde Frank und der Wittwe Amory eingeleitet. Sie bedurfte eines Rangs und er brauchte Geld, welche Parthie konnte paſſender ſein? Er organifirte ſie, er machte dieſe beiden Leute


