Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

—

9

beſſer Diener und Arme jetzt beſorgt werden, als in den Zeiten, wo Mylord und Mylady unter goldenen Bett⸗ himmeln ſchliefen, und ihre Diener über ihnen nicht ſo luftig und rein, als jetzt das Vieh in den Ställen lagen.

Auf und nieder in dem Haus wanderten die beiden Gentlemen, der Eigenthümer des Herrenhauſes ſehr ſchweigſam, und in Bezug auf das Vergnügen ſeines Beſitzes ſehr reſignirt, während ſein Freund, der Kapi⸗ tän, die Baulichkeiten mit ſo viel Intereſſe und Eifer unterſuchte, daß man hätte glauben ſollen, er ſei der Herr und der andere der gleichgiltige Zuſchauer.

„Ich ſehe Faßlichkeiten darin — Faßlichkeiten, Sir,“ ſprach der Kapitän. „Bei Gott, Sir, überlaſſen Sie mir den Platz, ich will ihn mit geringen Koſten zum Stolze des Landes machen. Wie gut können wir in dem Bibliothekzimmer hier Theater ſpielen, die Vor⸗ hänge zwiſchen den Säulen, welche das Zimmer theilen, welch famoſer Raum für einen Galopp! — Die ganze Grafſchaft faßt er. Wir wollen das Morgenparlour mit den Teppichen in Ihrem zweiten Salon in der Rue Grenoble und das Zimmer mit dem eichenen Getäfel möbliren wir mit den mittelalterlichen Stücken und den Waffenrüſtungen. Die Rüſtung nimmt ſich herrlich aus auf dem ſchwarzen Getäfel, und dort iſt ein venetiani⸗ ſcher Spiegel in dem Quai Voltaire, welcher auf den Zoll hin auf das hohe Kamingeſims paßt, Sir. Der lange Salon weiß und karmoiſin natürlich, das Geſellſchafts⸗ zimmer gelb und das kleine Geſellſchaftszimmer hellblau mit Schnüren darüber — he!“

„Ich erinnere mich, wie mich mein Alter in jenem kleinen Zimmer fuchtelte,“ ſagte gedankenvoll Sir Fran⸗ cis; „er hat mich immer gehaßt, mein Alter.“

„Zitz wird vermuthlich nach dem Geſchmack der Lady ſein; gegen Mittag folgen ſich das Schlafgemach, das Empfangzimmer und das Toiletzimmer. Wir wol⸗