3
nen Ruin bewerkſtelligt; nach ein paar Jahren in der Armee war er gezwungen worden, dem Sattel den Ab⸗ ſchied zu geben und hatte einige Zeit in ihrer Majeſtät Gefängniß von der Flotte zugebracht und war nach Oſtende hinübergefahren, um zu dem gichtiſchen Ver⸗ bannten, ſeinem Vater zu ſtoßen. Und in Belgien, Frankreich und Deutſchland konnte man dieſen herab⸗ gekommenen, verlorenen Sohn ſehen, wie er in den Billardzimmern und an Badeplätzen umherſchlenderte, indem er in Spielhäuſern punkirte, auf Koſthausbällen tanzte und auf anderer Leute Pferden Kirchthurmwett⸗ rennen hielt. In einem Koſthauſe zu Lauſanne machte Francis Clavering den glücklichen Coup, wie er es hieß, daß er die Wittwe Amory, die eben erſt von Kalkutta zurückkehrte, heirathete. Sein Vater ſtarb bald darauf, und in Folge ſeines Hintritts wurde ſeine Gattin Lady Clavering. Dieſer Titel entzückte Mr. Snell von Kal⸗ kutta der Maßen, daß er die Rente ſeiner Tochter ver⸗ doppelte, und als er bald darauf ſtarb, hinterließ er ihr und ihren Kindern ein Vermögen, deſſen Betrag, wenn das Gerücht es nicht vergrößerte, ſehr glänzend genannt werden durfte.
Vor dieſer Zeit gab es keine dem Rufe der Lady Clavering ungünſtigen Gerüchte, ſondern ungefällige Eindrücke in Betreff Ihrer Herrlichkeit. Die beſten Engländer draußen ſcheuten ſich, ihre Bekanntſchaft zu machen; ihre Sitten waren nicht die feinſten, und ihre Abkunft war beklagenswerth, niedrig und zweifelhaft. Die zurückgekehrten Oſtindier, welche in beträchtlicher Anzahl in den meiſten von Engländern beſuchten Städten des Feſtlandes wohnten, ſprachen mit großer Verachtung von dem unehrenhaften Advokaten und Indigoſchmugg⸗ ler, ihrem Vater, und ihrem erſten Gatten Amory, wel⸗ cher Gehilfe auf dem Oſtindienfahrer war, in wel⸗ chem Miß Snell überfuhr, um zu ihrem Vater nach Kalkutta zu kommen. Weder Vater noch Tochter waren zu Kalkutta in Geſellſchaft oder hatten je in dem Gou⸗


