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Helen rührte fich und ſagte: „Ja, ich wache.“ Obgleich ſie nämlich ganz ſtill und ſchweigſam dagele⸗ gen war, hatte ſie keinen Augenblick geſchlafen und nach der Nachtlampe in dem Kamin geſchaut und Stunde für Stunde an Pen gedacht.
Jetzt begann Miß Laura, welche den gleichen Trug geſpielt und, mit ihren Gedanken beſchäftigt, ſo bewe⸗ gungslos als Helens Geſchmeide mit Pen's und Laurs's Haar darin auf dem weißen Nadelkiſſen auf Helens Toilet⸗ tiſche gelegen war, Mrs. Pendennis einen merkwürdigen Plan mitzutheilen, den ſie in ihrem geſchäftigen Ge⸗ hirnchen ausgeheckt hatte.
„Du weißt, Mama,“ ſagte die junge Lady, „daß ich nun ſeit zehn Jahren mit Dir lebe, während wel⸗ cher Zeit Du nichts von meinem Gelde angenommen und mich behandelt haſt, als ob ich ein Almoſenkind wäre. Nun, dieſe Verbindlichkeit iſt mir ſehr nahe ge⸗ gangen, weil ich ſtolz bin und mich von den Leuten nicht darum anſehen laſſen will und da, wenn ich in die Schule gegangen wäre — ich hätt' es aber nicht mögen — es mich zum mindeſten jährliche fünfzig Pfund gekoſtet hätte, ſo iſt es klar, daß ich Dir fünfzigmal zehn Pfund ſchuldig bin, welche Du, wie ich weiß, für mich in die Bank von Chatteries gethan haſt und die mir ganz und gar nicht gehören. Nun wollen wir morgen nach Chatteries gehen und den niedlichen alten Mr. Rowdy mit dem Kahlkopf beſuchen, — nicht we⸗ gen ſeines liebenswürdigen Kopfes, ſondern wegen der fünfhundert Pfund: und ich darf wohl ſagen, daß er uns zweihundert weiter ſchickt, die wir erſparen und zurückzahlen wollen; und wollen ſie Pen ſchicken, der alle ſeine Schulden bezahlen kann, ohne Jemand was abzubrechen.“
Was Helen auf dieſen Antrag erwiderte, braucht nicht angeführt zu werden, da die Antwort der Wittwe in einer Menge unzuſammenhängender Ausrufungen, Umarmungen und anderem nicht hieher gehörigem Zeuge


