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ein ſolches Frauenzimmer wegwerfen! Helens Sohn ſollte Tag für Tag von Hauſe fort galoppiren, um vor einer Schauſpielerin auf die Kniee zu fallen, und mit ihrem garſtigen Vater gehen! Ein guter Sohn ſollte einen ſolchen Mann und ein ſolches Frauenzimmer in ſein Haus bringen, und über ſeine Mutter ſetzen wol⸗ len! „Ich würde fortgelaufen ſein, Mama; ja das würde ich, und wenn ich barfuß durch den Schnee lau⸗ fen müßte,“ ſagte Laura.
„Und auch Du würdeſt mich dann verlaſſen ha⸗ ben?“ entgegnete Helen, worauf Laura natürlich ihre Aeußerung zurücknahm und Beide einander in die Arme ſtürzten mit jener Wärme, die ihnen eigenthümlich war, und nicht Wenige ihres Geſchlechtes charakteriſirt. Wo⸗
her kam doch all dieſer Unwille der Miß Laura über
Arthurs Leidenſchaft? Vielleicht wußte ſie nicht, daß, wenn Männer ſich an Weiber wegwerfen, auch Weiber ſich an Männer wegwerfen, und daß hier Liebe nicht mehr als irgend eine andere phyſiſche Anziehung oder Abſtoßung im Spiele iſt. Vielleicht wurde ſie von den Leuten in Clavering und der alten Mrs. Portman falſch berichtet, die änßerſt bitter gegen Pen war, beſonders ſeit ſeinem inpertinenten Benehmen gegen den Doktor, und ſeit der Elende unter der Kirche Cigarren geraucht hatte. Vielleicht war ſie auch eiferſüchtig; aber das iſt ein Fehler, in welche Ladies ſehr ſelten verfallen ſollen.
Sei dem, wie ihm wolle; ſie war ärgerlich auf Pen. Gegen ſeine Mutter hatte ſie kein ſolches Gefühl. Sie weihte ſich Helen mit der innigſten Kraft mädchen⸗ hafter Zuneigung, einer Zuneigung, wie Jungfrauen, deren Herzen nicht gefeſſelt find, auf eine ihnen nahe⸗ ſtehende Freundin übertragen. Es war Hingebung — es war Leidenſchaft; es war eine Miſchung von Zärt⸗ lichkeit und Thorheit; es war ein Uebermaß von Lieb⸗ koſungen und zärtlichen Beinamen, welche nüchternen Geſchichtsſchreibern mit Bärten nachzuerzählen nicht zu⸗ Smmt. Verachten wir Männer dieſe Inſtinkte nicht,


