Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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ſeinem Onkel. „Ich weiß ſehr wohl, Sir, wie gottlos und faul ich geweſen bin. Meine Mutter wird mich nicht entehrt ſehen wollen, Sir,“ fuhr er kleinlaut fort; „und ich weiß, daß ſie dieſe Rechnungen bezahlen wird; aber ich werde ſie nie um weiteres Geld bitten.“

„Wie Du willſt,“ ſagte der Major. „Du haſt das Alter. Ich waſche meine Hände in Unſchuld, ich will Nichts mehr mit Deinen Angelegenheiten zu ſchaffen haben. Du kannſt aber nicht ohne Geld leben, und haſt, ſo weit ich ſehe, nicht die Mittel, es Dir zu er⸗ werben, obgleich Du ein hübſches Talent haſt, ſie zu verbrauchen, und ich glaube, daß Du ſo fortmachſt, wie Du's angefangen haſt, und Deine Mutter zu Grunde richteſt, ehe Du um fünf Jahre älter biſt. — Guten Morgen; es iſt Zeit, daß ich zum Frühſtück gehe. Meine Engagements werden mir nicht erlauben, Dich während Deines Aufenthalts in London viel zu ſehen. Ich nehme an, daß Du Deiner Mutter die Mittheilungen machſt, die Du mir ſo eben gemacht haſt.“

Seinen Hut aufſetzend und in ſeinen Gliedern etwas zitternd, verließ Major Pendennis vor ſeinem Neffen ſein Haus und ging traurig an die gewohnte Ecke ſeines Klubbs ab. Er ſah die Orbridger Prü⸗ fungsliſten in den Morgenzeitungen und las, da er die Sache nicht verſtand, die Namen mit trauervoller Genauigkeit. Er zog im Laufe des Tages in ſeinen Klubbs verſchiedene alte Dummköpfe ſeiner Bekannt⸗ ſchaft zu Rathe, den Dechant Wenham, verſchiedene Rechtsgelehrte, und ließ ſich ihre Meinung ſagen, in⸗ dem er einigen derſelben die Summe von ſeines Neffen Schulden zeigte, die er auf die Kehrſeite einer Karte bemerkt hatte, und ſie fragte, was zu thun ſei; ob ſolche Schulden nicht ungeheuer, nicht albern ſeien 2 Was zu thun ſei? Nichts anderes war zu thun, als ſie zu zahlen. Wenham und die andern erzählten dem Major von jungen Leuten, die zwei Mal ſoviel — fünf Mal ſoviel Schulden hatten, als Arthur, und gar