Eine Dame in weißem, triefendem Hute und Shawl ging, mit ausgeſtreckten Händen, auf ihn zu, und war in der nächſten Minute unter den Falten des alten Mantels gänzlich verſchwunden, und küßte inbrünſtigſt eine ſeiner Hände; während die andere, wie ich vermuthe, die Auf⸗ gabe hatte, ſie an ſein Herz zu drücken (bis zu welchem ihr Kopf etwa hinaufreichte), und ihr Niederfallen zu verhindern. Sie murmelte Etwas wie: — Vergeben Sie — theurer William — theurer, theurer, theuerſter Freund“ — dann Kuß, Kuß, Kuß, und ſo fort — und gebahrte ſich in der That ganz abſurd unter dem Mantel.
Als Emmy unter demſelben wieder hervortauchte, hielt ſie immer noch eine von Williams Händen feſt, und blickte zu ſeinem Geſichte auf. Daſſelbe war voll Trau⸗ rigkeit, voll zärtlicher Liebe, und voll Mitleid. Sie ver⸗ ſtund den darin liegenden Vorwurf, und ließ den Kopf
ſinken. Es war Zeit, daß Sie mich zu ſich beſchieden,
theure Amalie,“ ſagte er. Sie werden nie mehr fortgehen, William.“
„Rein, nie,“ antwortete er, und drückte die liebe
kleine Seele noch einmal an ſein Herz⸗
Als ſie das Zollgebäude hinter ſich hatten, kam Georgy piötzlich auf ſie zu. Er hielt ſein Teleskop in die Höhe ſeiner Augen, und ſtellte ſich, als wollte er hin⸗ durchſehen; zu gleicher Zeit ließ er ein lautes, bewill⸗ kommendes Gelächter hören. Er tanzte um das Paar her, und führte gar viele luſtige Sprünge aus, während er ihnen auf dem Wege nach Hauſe voranging.
Jos war noch nicht auf; Beck) aber war unſicht⸗ var (obgleich ſie durch die Jalouſien hindurch auf ſie
blickte). Georgy lief eiligſt fort, um das Frühſtück herauf⸗
zubefördern. Emmy, der Shawl und Hut im Hausgange durch Mrs.


