Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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Herr Wagg, der berühmte Witzbold, und Paraſit und Anhänger Lord Stehne's, ließ ſich von den Damen überreden, ſie anzugreifen; und eines Abends begann der gute Kerl, indem er ſeine Gönnerinnen anſchielte, und ihnen mit dem Auge einen Wink gab, gleich als wollte er ſagen: „Jetzt dürfen Sie ſich auf einen Spaß gefaßt machen,“ über Becky herzufallen, die, ohne an etwas Arges zu denken, ihr Diner verzehrte.

Die ſo unverſehens angegriffene, aber ſtets ihre Waf⸗ fen in Bereitſchaft haltende kleine Frau nahm alsbald die erforderliche Kampfſtellung an, parirte, und gab ihm einen Herzſtoß, ſo daß es Wagg, vor lauter Scham, im Geſichte juckte; ſodann machte ſie ſich mit der vollkom⸗ menſten Ruhe, und ſtill lächelnd wieder an ihre Suppe. Wagg's großer Gönner, der ihn zu ſeinen Diners einlud, und ihm bisweilen ein Bischen Geld lieh, und deſſen Wahlgeſchäfte, Zeitungsangelegenheiten u. ſ. f. Wagg zu beſorgen hatte, ließ auf den unglücklichen Kerl einen ſo wilden Blick fallen, daß er faſt unter den Tiſch ſank, und in Thränen ausbrach.

Er ſah my Lord, der während des ganzen Eſſens keine Sylbe zu ihm ſagte, ſowie die Damen, die ihn nun verläugneten, mit jämmerlicher Miene an. Am Ende er⸗ barmte ſich Becky ſelbſt ſeiner, und ſuchte ein Geſpräch mit ihm anzuknüpfen.

Sechs Wochen lang wurde er nicht mehr zum Eſ⸗ ſen eingeladen; und Fiche, my Lord's vertrauter Major⸗ domus, dem natürlich Wagg gewaltig den Hof machte, erhielt den Befehl, ihm zu ſagen, daß, wenn er je wieder ſich beigehen ließe, gegen Mrs. Crawley unartig zu ſein; oder dieſelbe zur Zielſcheibe ſeiner albernen Späſſe zu machen, Milor ſeine ſämmtlichen Schuldſcheine feinem Advocaten ſchicken, und ihn ohne Gnade „ſetzen“ laſſen würde.

Wagg weinte vor Fiche, und bat ſeinen theuren Freund flehentlich, bei ſeinem Herrn für ihn zu ſprechen.