Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Dieb, der in jedem Buſche einen Polizeidiener erblickt, in allen Reden und Antworten der jungen Irländerin drohende Winke und Anſpielungen⸗

Miß Clapp, die jetzt eine ausgewachſene junge Dame iſt, wird von der verſauerten alten Frau für einen uner⸗ träglichen und unverſchämten kleinen Zieraffen erklärt. Wie Amalie ſie ſo gern haben, und ſo oft ihre Beſuche annehmen, oder ſo beharrlich mit ihr ſpazieren gehen kann, iſt der Mrs. Sedley ganz unbegreiflich. 2

Die Bitterkeit der Armuth hat das Leben der einſt ſo munteren und freundlichen Dame vergiftet. Sie weiß Amalien keinen Dank für ihr ſich ſo gleichbleibendes und ſanftes Benehmen gegen ſie; ſie bekrittelt ſie wegen ihrer Bemühungen, ſich freundlich gegen ſie zu erweiſen, oder ihr dienſtbar zu ſein; ſie beſpöttelt ſie wegen ihres alber⸗ nen Stolzes, womit ſie ihr Kind betrachtet, und wegen der Vernachläßigung ihrer Eltern.

Georgy's Haus iſt nicht ſehr lebhaft, ſeit der von Jos ausgeſetzte Jahrgehalt ausbleibt, und die kleine Fa⸗ milie muß ſich faſt ſo einſchränken, als ob ihr eine Hun⸗ gerkur verordnet wäre.

Amalie denkt, und denkt, und zerbricht ſich den Kopf, umirgend ein Mittel ausfindig zu machen, wodurch vas kleine Einkommen, bei dem die Haushaltung am Hungertuche nagen muß, erhöht werden könnte. Kann ſie in irgend Etwas Unterricht geben? Kann ſie Viſitenkartenhalter malen? Kann ſie feine Nadelarbeiten ausführen?

Sie findet, daß es Frauenzimmer gibt, die für zwei Pence per Tag angeſtrengt und noch beſſer arbeiten, als ſie es im Stande iſt. Sie kauft ſich ein Paar vergoldete Briſtoler Pappendeckel beim Kunſthändler und malt dar⸗ auf ſo gut ſie nur kann — auf den einen einen Schäfer mit rother Weſte und einem roſafarbenen Geſichte, der inmitten einer Bleiſtift⸗Landſchaft lächelt — auf den an⸗ dern eine Schäferin, die über eine kleine Brücke geht,