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haite, und auf das aller Freunde entbehrende Weibchen zutrat, um mit ihr zu ſprechen.
„Lord Steyne,“ ſagte ihre Ladyſhip, während ihre bleichen Wangen eine plötzliche Röthe überflog, „ſagt, daß Sie wundervoll ſingen und ſpielen, Mrs Crawley: — wollen Sie nicht die Güte haben, mir Etwas vorzu⸗ ſingen?“
„Ich will Alles thun, was my Lord Steyne oder Ihnen Vergnügen machen kann,“ ſagte Rebekka mit einem Gefühle aufrichtiger Dankbarkeit.
Sodann ſetzte ſie ſich an das Pianoforte, und fing an, zu ſingen. 5
Sie ſang religisſe Leder von Mozart, für die Lady Steyne ſchon ſeit langer Zeit eingenommen war, und zwar ſo zart und ſo lieblich, daß die Dame, die in der Nähe des Pianofortes ſtehen geblieben war, ſich neben daſſelb⸗ ſetzte, und zuhorte, bis ihr Thränen aus den Augen drangen.
Zwar fuhren die in der Oppoſition befindlichen Da⸗ men am andern Ende des Zimmers fort, zu flüſtern und laut zu ſprechen; allein Lady Steyne hörte von dieſem Geräuſche Nichts. Sie war wieder ein Kind — und war durch eine vierzigjährige Wüſte nach ihrem Kloſtergarten zurückgewandert. Die Orgel der Kapelle hatte einſt die⸗ ſelben Töne gehabt; die Organiſtin, die Schweſter, die ſie unter allen Gliedern der Gemeinde am Meiſten liebte, hatte ſie dieſelben in jenen frühen glücklichen Tagen gelehrt. Sie war wieder ein Mädchen, und die kurze Zeit ihres Glückes blühete wieder eine Stunde lang auf.
Sie fuhr zuſammen, als die knarrenden Thürftügel aufflogen, und die Männer der Geſellſchaft, unter dem lauten Gelächter Lord Steyne's, voller Heiterkeit herein⸗
traten.
Er ſah auf den erſten Blick, was während ſeiner Abweſenheit vorgefallen war:; und war ſeiner Frau wirk⸗ lich dankhar. Er ging auf ſie zu, und ſprach mit ihr, und
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