Meunundvierzigſtes Kapitel.
Worin der Leſer mit drei Trachten und einem Deſſert bewirthet wird.
Als die Damen von Gaunt Houſe an jenem Mor⸗ gen beim Frühſtücke ſaßen, erſchien Lord Steyne (der ſeine Chocolade auf ſeinem Zimmer trank, und die Frauen⸗ zimmer ſeines Hauſes ſelten ſtörte, oder überhaupt ſah, ausgenommen an öffentlichen Tagen, oder wenn ſie in der Vorhalle an einander vorüberkamen, oder wenn er ſie, von ſeiner Parterre⸗Loge in der Oper aus, in ihrer Loge auf der erſten Gallerie lorgnettirte) — ſeine Lordſchaft ſagen wir, erſchien bei den Damen und Kindern, die bei ihrem Thee und geröſteten Butterbrode ſaßen, und es erfolgte nun eine großartige Schlacht wegen Re⸗ bekka's.
„My Lady Steyne,“ ſagte er, „ich möchte das Ver⸗ zeichniß der auf nächſten Freitag zu Ihrem Diner einge⸗ ladenen Perſonen ſehen; und Sie müſſen, wenn Sie die Güte haben wollen, eine Einladungskarte für Oberſt und Mrs. Crawley ſchreiben.“
„Blanche ſchreibt dieſelben,“ ſprach Lady Steyne ver⸗ wirrt. „Lady Gaunt ſchreibt dieſelben.“
„An die Perſon ſchreibe ich nicht,“ ſagte Lady Gaunt, eine hohe und ſtattliche Dame, die, nachdem ſie geſprochen hatte, einen Augenblick auf⸗ und dann wieder niederblickte.
Es war für diejenigen, die Lord Steyne einmal be⸗ leidigt hatten, nicht gut, deſſen Augen zu begegnen.
„Fort mit den Kindern! Fort!“ ſagte er, die Klingel⸗ ſchnur ziehend.
Die armen Teufelchen, die ſich ſtets vor ihm ge⸗
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