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manteſten aller Männer. Sie ging zu Colnaghi, und be⸗ ſtellte das ſchönſte Portrait von ihm, das die Kunſt er⸗ zeugt, und der Credit verſchaffen konnte. Sie wählte das famoſe Bild, auf dem der beſte der Monarchen im Pelz⸗ rocke, mit kurzen Beinkleidern und ſeidenen Strümpfen dargeſtellt iſt, und, auf einem Sopha ſitzend, unter ſeiner braunen, lockigen Perrücke hervorlächelt. Sie ließ ihn auch auf eine Broſche malen, und trug dieſelbe — und in der That beluſtigte und quälte ſie ein wenig ihre Bekannten mit ihrem beſtändigen Gerede über ſeine Urbanität und Schön⸗ heit. Wer weiß? Vielleicht dachte das kleine Weibchen, ſie könnte noch einmal berufen ſein, die Rolle einer Main⸗ tenon oder einer Pompadour zu ſpielen. 3
Das Luſtigſte von Allem aber, nach ihrer Vorſtel⸗ lung bei Hofe, war, ſie Schlagworte, wie: Tugend, gute Sitte, Anſtand u. ſ. w., im Munde führen zu hören. Sie hatte einige weibliche Bekannte, die, wenn wir die Wahrheit ſagen ſollen, auf dem Jahrmarkte des Lebens nicht eben des beſten Rufes genoßen. Nachdem aber Becky, um uns ſo auszudrücken, eine ehrliche Frau geworden war, wollte ſie mit dieſen Damen von etwas zweiveutigem Rufe nicht länger umgehen, und ignorirte Lady Crackenbury, wenn dieſe ihr von ihrer Opernloge aus zunickte; und fuhr im Rondell an Mrs. Waſhington White vorüber, ohne ſie zu kennen. . „Man muß den Leuten zeigen, mein Lieber, daß man Etwas iſt,“ pflegte ſie zu ihrem Manne zu ſagen. „Man kann ſich nicht in der Gefellſchaft von zweideutigen Leuten ſehen laſſen. Ich bedaure Lady Crackenbury von ganzem Herzen; und Mrs. Waſhington White mag eine recht gut⸗ müthige Perſon ſein. Du kannſt wohl zu ihnen gehen, und mit ihnen ſpeiſen, da Du gern Deinen Aubber ſpielſt. Allein ich kann und mag mich nicht in ihrer Geſellſchaft
zeigen; und Du wirſt ſo gut ſein, Smith zu ſagen, daß
ich nicht zu Hauſe ſei, ſo oft eine von ihnen kommt.“ Becky's Coſtüm war in den Zeitungen im Detail be⸗


