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Achtundvierzigſtes Rapitel. Worin der Leſer in die allerbeſte Geſellſchaft eingeführt wird.
Endlich ſollte Becky's Freundlichkeit und Aufmerkſam⸗ keit gegen das Haupt der Familie ihres Mannes eine außerordentlich große Belohnung erhalten: eine Belohnung, die, obwohl ſie allerdings etwas unſubſtantieller Art war, von dem kleinen Weibchen lebhafter erſehnt war, als po⸗ ſitivere Vortheile. Wollte ſie auch kein tugendhaftes Le⸗ ben führen, ſo wollte ſie doch im Rufe der Tugend ſtehen, und wir wiſſen, daß in der vornehmen Welt keine Dame dieſes Gutes theilhaftig wird, ſo lange ſie keine Schleppe und keine Federn trägt, und ſo lange ſie nicht ihrem Sou⸗ verän bei Hofe vorgeſtellt worden iſt. Iſt ſie aber einmal dieſer hohen Perſon vorgeſtellt worden, ſo iſt ſie unfehl⸗ bar zu einer ehrbaren Frau geſtempelt. Der Lord Kam⸗ merherr gibt ihr ein Tugendzeugniß. Und gleich wie ver⸗ dächtige Waaren oder Briefe in der Quarantäne durch einen mit aromatiſchem Eſſig beſprengten Ofen gehen müſſen, bevor ſie für rein erklärt werden, ebenſo macht auch manche Dame, deren Reputativn ſonſt zweifelhaft wäre, und an⸗
ſtieckend wirken könnte, die heilſame Ordalie der Vorſtel⸗
lung bei Hofe durch, und geht aus derſelben ganz makel⸗ los hervor.
Wohl mochten my Lady Bareaeres, my Lady Tufto, Mrs. Bute Crawley auf dem Lande, und noch andere Damen, die mit Mrs. Rawdon Crawley in Berührung gekommen waren, ſich darüber hoͤchſt indignirt zeigen, daß die vdiöſe kleine Abenteurerin ihren Knicks vor dem Sou⸗ verän gemacht, und erklären, daß, wenn die liebe, gute Königin Charlotte noch am Leben geweſen wäre, ſie einer


