S — —
—
Zweiunddreißigſtes Kapitel.
Worin Jos das Haſenpanier ergreift, und der Krieg zu Ende geht.
Wir Bewohner der friedlichen City von London haben noch nie eine ſolche Scene der Unruhe und der Verwir⸗ rung geſehen, wie die, ſo die Stadt Brüſſel darbot, und werden es auch nie, ſo Gott will. Menſchenhaufen ſtürzten ſich nach dem Namurer Thore hin, da der Schall in dieſer Richtung kam, und viele ritten die ebene Chauſſée ent⸗ lang, um jede Nachricht von der Armee zuerſt zu erhal⸗ ten. Jeder fragte ſeinen Nachbar nach Neuigkeiten, und ſogar große engliſche Lords und Ladies ließen ſich ſoweit herab, daß ſie mit Perſonen ſprachen, die ſie nicht kann⸗ ten. Die Freunde der Franzoſen zeigten ſich überall, und wußten ihre Freude nicht zu mäßigen; ſie prophezeiten den Triumph ihres Kaiſers. Die Kaufleute machten ihre Lä⸗ den zu, und kamen gleichfalls heraus, um dem allgemeinen Chor der Schreienden und Unruhigen ſich anzuſchließen. Frauen ſtürzten in die Kirchen, und füllten die Kapellen an, und knieten, und beteten auf den ſteinernen Platten und auf den Stufen Der dumpfe Kanonendonner dauerte fort, und das Gedröhne nahm immer mehr zu. Bald, ſingen Wagen mit Reiſenden an, die Stadt zu verlaſſen, und eiligſt durch das Genter Thor hinauszufahren. Die Prophezeiungen der franzöſiſchen Partei fingen an, als Thatſachen zu gelten. „Er hat die Armeen von einander getrennt,“ ſagte man, „er marſchirt gerade auf Brüſſel zu. Er wird die Engländer überwältigen, und noch heute Abend hier ſein.“
Der Jahrmarkt des Lebens. IMI. 1


