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die Frau ſterblich in ihn verliebt ſei. Es iſt recht wohl möglich, daß dieſes würdige Ehepaar ſich nie abſolut ge⸗ gen ihn verſchwor, und nie die förmliche Abrede mit ein⸗ ander traf, daß der eine Theil den jungen Herrn zu cajo⸗ liren, der andere aber ihn beim Kartenſpiele ſein Geld abzunehmen habe; allein immerhin verſtanden ſie einander vortrefflich, und es ließ Rawdon ſeinen Freund Osborne mit vollkommen gutem Humor kommen und gehen.
George war mit ſeinen neuen Bekannten dermaßen beſchäftigt, daß er mit William Dobbin weit weniger zu⸗ ſammenkam, als früher. George vermied ihn ſowohl vor dem Publikum, als beim Regimente, und liebte, wie wir ſehen, die Predigten nicht, womit ſein älterer Freund ihn ſo gern heimſuchte. Was nützte es, wenn das Benehmen George's Capitän Dobbin theilweiſe außerordentlich ernſt und kalt ſtimmte, — was nützte es da, Erſterem zu ſagen, daß, obgleich er auf ſeinen großen Backenbart, und ſeine Schlauheit ſich nicht wenig zu gute thue, er doch noch ſo unerfahren ſei, wie ein Schulbube? daß Rawdon ihn plündere, wie ſchon Viele zuvor, und daß er ihn mit Verachtung abſchütteln werde, wenn er ihn ausgenützt? Es wäre vergebens geweſen, ihm alles Dieſes zu ſagen: und ſo wurden denn, da Dobbin an den Tagen, an denen er das Haus Osborne's beſuchte, ſelten ſo glücklich war, ſeinen alten Freund zu treffen, gar viele peinliche und nutzloſe Reden zwiſchen ihnen erſpart. Unſer Freund George hatte ſich ganz in die Lüſte und Freuden, die der Jahrmarkt ves Lebens darbietet, verſenkt.
Seit den Tagen des Konigs Darius hatte ſich noch keinem Herre ein ſo glänzender Schweif angeſchloſſen, wie im Jahre 1815 dem des Herzogs von Wellington in den Niederlanden; und man kann beinahe ſagen, daß dieſer Schweif die Armee des Herzogs tanzend und ſchmau⸗ ſend der Schlacht entgegenführte. Ein gewiſſer Ball,
den eine edle Herzogin am 15. Juni des vorgenannten
Jahres zu Brüſſel gab, iſt hiſtoriſch geworden. Ganz


