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„Mein liebes Kind, ſie hätten Sie gewiß geliebt, wenn Sie zweimal hunderttauſend Pfund gehabt hätten,“ erwiederte George. „Sie ſind nun einmal ſo erzogen wor⸗ den. Unſere Geſellſchaft kennt Nichts, als das baare Geld. Wir leben unter Bankiers und City⸗Geldprotzen, zum Henker mit ihnen! Und Jeder, der mit Einem ſpricht, klappert mit den Guineen in ſeiner Taſche. Da iſt der Eſel Fred Bullock, der Maria heirathen wird — dort iſt Goldmore, der Director der oſtindiſchen Compagnie, — dort Dipley, der Talghändler — der Mann macht in un⸗ ſerem Artikel,“ ſagte George erröthend, und ſeine Ver⸗ legenheit durch ſein Lachen an den Tag legend. „Zum Kukuk mit dem ganzen Packe geldmachender Alltagsmen⸗ ſchen! Bei ihren langweiligen Feſteſſen ſchlafe ich immer ein. Ich ſchäme mich, ſo oft mein Vater eine ſeiner gro⸗ ßen Geſellſchaften gibt. Ich bin gewohnt, mit Gentlemen, und Leuten von Mode und Welt zu leben, Emmy, nicht mit einem Haufen Schildkrötenſuppe eſſender Krämer. Theures Kind, Sie ſind die einzige Perſon von unſerem Stande, die je wie eine Lady ausſah, oder dachte, oder ſprach: und Sie thun es, weil Sie ein Engel ſind, und nicht anders können. Machen Sie mir keine Vorſtellun⸗ gen. Sie ſind die einzige Lady. Bemerkte es nicht Miß Crawley, die doch in der beſten Geſellſchaft von Europa gelebt hat? Und was Crawley, den Leibgardeoffizier be⸗ trifft, ſo iſt er, zum Henker, ein wackerer Burſche: und es gefällt mir recht ſehr, daß er das von ihm einmal auserkorene Mädchen geheirathet.“
Auch Amalie bewunderte Herrn Crawley deßhalb ge⸗ waltig, und war der Anſicht, daß Rebekka mit ihm glück⸗ lich ſein, und hoffte (lachend), daß Jos ſich tröſten würde. Und ſo plauderte das Paar darauf los, ganz wie früher. Amalie hatte ihr ganzes Vertrauen gewonnen, obgleich ſie — wie eine kleine Heuchlerin, die ſie war — ſich ſtellte, als ſei ſie auf Miß Swartz ziemlich eiferſüchtig und als ſchwebe ſie in entſetzlicher Furcht, es möchte


