Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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nämliche ſein. Nachdem ſo die junge Perſon bei ſich be⸗ ſchloſſen hatte, daß Miß Crawley die Sache erfahren ſollte, überlegte ſie bei ſich, wie ſie ihr wohl die Nach⸗ richt am Beſten mittheilen könnte, und ob ſie dem un⸗ ausbleiblichen Sturme kühn entgegen treten, oder fliehen, und demſelben ausweichen ſollte, bis er etwas ausgetobt hätte. Unter dieſen Gedanken ſchrieb ſie folgenden Brief: —

„Theuerſter Freund!

Die große Kriſe, von der wir oft geſprochen, iſt nun da. Mein Geheimniß iſt zur Hälfte bekannt, und ich habe lange hin und her gedacht, bis ich endlich die feſte Ueberzeugung gewonnen habe, daß es jetzt an der Zeit ſei, das ganze Geheimniß zu enthüllen. Sir Pitt kam zu mir dieſen Morgen, und trat — kannſt Du es glauben ? — mit einer Erklärung in beſter Form hervor. Denk' nur daran! Ich arme Kleine hätte Lady Crawley werden können. Wie hoch erfreut würde Mrs. Bute geweſen ſein, — und ma tante, wenn ich den Vor⸗ rang vor ihr gehabt hätte! Ich hätte die Mama einer gewiſſen Perſon ſein können, anſtatt — ach, ich zittere, ich zittere, wenn ich bedenke, wie bald wir Alles ſagen müſſen! —

„Sir Pitt weiß, daß ich verheirathet bin, und iſt bis jetzt noch nicht ſehr mißvergnügt darüber, da er nicht weiß, an wen. Ma tante iſt wirklich böſe darüber, daß ich ihm einen Korb gegeben. Aber ſie iſt voller Güte und Gnade. Sie ſagt in ihrer Herablaſſung, daß ich ihm eine gute Fran geweſen ſein würde, und gelobt, Deiner kleinen Rebekka eine Mutter ſein zu wollen. Es wird ſie angreifen, wenn ſie die Sache zum erſten Male hört. Brauchen wir aber mehr zu fürchten, als einen augen⸗ blicklichen Aerger? Ich glaube kaum: ja, ich halte mich überzeugt, daß wir Nichts zu befürchten haben. Sie hat Dich ſo gern (Dich böſen, nichtsnutzigen Men⸗ ſchen), daß ſie Dir Alles verzeihen würde; und ich