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ver Thüre ſeiner kranken Taute. Die Erkundigungen, die er über das Befinden der liebenswürdigen Verwandtin ein⸗ zog, zeugten von ungemein vieler und zarter Theilnahme. Es ſchien viele Veranlaſſung zu Befürchtungen da zu ſein. Er fand Miß Crawley's Kammermädchen (das unzufrie⸗ dene Frauenzimmer) außerordentlich mürriſch und nieder⸗ geſchlagen: er fand Miß Briggs, ihre Geſellſchaftsdame, in Thränen und allein im Salon. Sie war nach Hauſe geeilt bei der erſten Nachricht von der Krankheit ihrer ge⸗ liebten Freundin. Sie wollte an ihr Krankenlager fliegen — an das Lager, das ſie, Briggs, in Stunden der Krank⸗ heit ſo oft weicher gemacht hatte. Allein der Zutritt in Miß Crawley's Zimmer war ihr verſagt. Eine Fremde gab derſelben ihre Arznei ein — eine Fremde vom Lande — eine verhaßte Miß . . . . Hier ließen Thränen die Geſellſchaftsdame nicht weiter ſprechen, und ſo begrub ſie denn ihre ſo grauſam zurückgewieſene Liebe und ihre arme, alte rothe Naſe in ihrem Taſchentuche.
Rawdon Crawleh ſchickte ſeine Viſitenkarte durch die mürriſche Kammerjungfer hinauf, und Miß Crawley's neue Geſellſchaftsdame kam aus dem Krankenzimmer herabge⸗ trippelt, legte ihre kleine Hand in die ſeinige, als er eif⸗ rig auf ſie zuſchritt, und warf der ganz betäubten Briggs einen überaus höhniſchen Blick zu, winkte dem jungen Leib⸗ gardiſten und führte ihn aus dem hintern Salon, die Treppe hinab, in das nun verlaſſene, einſame Speiſezimmer, wo ſo manches gute Diner eingenommen worden war.
Hier ſprachen die beiden Perſonen etwa zehn Minuten mit einander, und eroͤrterten ohne Zweifel die Symptome der alten Kranken droben, bis endlich die mit dem Speiſe⸗ zimmer kommunzirende Klingel lebhaft angezogen und au⸗ genblicklich von Herrn Bowls, dem dicken Haushofmeiſter, der das beſondere Vertrauen der Miß Crawley beſaß (und zufällig faſt während der ganzen Unterredung am Schlüſſel⸗ loche geweſen war), beantwortet wurdez dann kam der Kapitän, ſeinen Schnurrbart kräuſelnd, heraus, und be⸗


