Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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nennen, zum großen Entzücken dieſes Bedienten; auch ent⸗ ſchuldigte ſie ſich bei dem Kammermädchen wegen der Mühe, die ſie ihr verurſache, wenn ſie ihr ſchellen müſſe, mit ſo vieler Sanſtmuth und Beſcheidenheit, daß die Be⸗ dientenſtube von ihr faſt ebenſo bezaubert war, wie das Geſellſchaftszimmer.

Eines Tages, als ſie einige Zeichnungen durchſah, die Amalie von der Schule nach Hauſe geſchickt hatte, ſtieß Rebekka plötzlich auf eine, die ihr einen Thränenſtrom entlockte und ſie das Zimmer verlaſſen machte. Es war an dem Tage, wo Joe Sedley ſich zum zweiten Male zeigte.

Amalie eilte ihrer Freundin nach, um die Urſache dieſes plötzlichen Gefühls⸗Ausbruches kennen zu lernen, und vas gutmüthige Mädchen kam, ebenfalls ziemlich ange⸗ griffen, ohne ihre Gefährtin zurück. „Sie wiſſen, Mama, ihr Vater war unſer Zeichnungslehrer in Chiswick, und pflegte die beſten Theile unſerer Zeichnungen auszuführen.“

„Meine Liebe! Ich hörte aber doch Miß Pinkerton ſtets ſagen, daß er ſie nicht anrührte, ſondern bloß putzte!“ .

„Man nannte es putzen, Mama. Rebekka erinnert ſich wohl noch der Zeichnung und wie ihr Vater daran arbeitete; und von dieſem Gedanken wurde ſie etwas plotz⸗ lich ergriffen — und ſo, wiſſen Sie, konnte ſie —“

„Das arme Kind iſt ganz Herz,“ ſagte Mrs. Sedley.

„Ich wollte, ſie könnte noch eine Woche bei uns blei⸗ ben,“ ſagte Amalie.

„Sie iſt Miß Cutler, die ich oft zu Dumdum traf, verteufelt ähnlich; nur iſt ſie weißer. Sie iſt nun an Lance, den Chirurgen bei der Artillerie, verheirathet. Wiſ⸗ ſen Sie, Ma'am, daß einſt Quintin vom vierzehnten Re⸗ giment mit mir wettete —“

„O, Joſeph, wir wiſſen dieſe Geſchichte bereits,“ ſagte Amalie lachend. „Bemühe Dich nicht damit, ſie uns wie⸗