Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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geſchloſſen haben, wieder in der kleinen Welt unſerer Er⸗ zählung erſchienen.

Da wir indeſſen von Amalie Viel ſehen werden, ſo wird es Nichts ſchaden, wenn wir gleich zu Anfang unſe⸗ rer Bekanntſchaft ſagen, daß ſie eines der beſten und lieb⸗ ſten Geſchöpfe war, die je lebten, und es iſt ein großes Glück, nicht allein im Leben, ſondern auch in Romanen, welche (und insbeſondere letztere) Böſewichter von der vüſterſten Art in Menge aufzuweiſen haben, daß wir eine ſo gutmüthige Perſon, daß wir eine Perſon ſo ganz ohne Falſch zur ſteten Begleiterin bekommen. Da ſie keine Hel⸗ din iſt, ſo brauchen wir ihre Perſon nicht zu beſchreiben; ich befürchte in der That, ihre Naſe war eher zu klein, und ihre Wangen viel zu rund und roth für eine Heldin; aber in ihrem Geſichte malte ſich roſige Geſundheit und auf ihren Lippen das friſcheſte Lächeln; auch hatte ſie ein Paar Augen, die von der munterſten und ſittſamſten guten Laune funkelten; es ſei denn, daß ſie ſich mit Thränen füllten, was in der That viel zu oft der Fall war; denn das einfältige Ding konnte wegen eines todten Kanarien⸗ vogels vder wegen einer Maus, welche die Katze zufällig erhaſcht hatte, oder wegen des Schluſſes einer Novelle, wenn derſelbe auch noch ſo einfältig war, weinen; und ſagte ihr Jemand ein unfreundliches Wort, vorausgeſetzt, daß ſich eine ſo hartherzige Perſon vorfand, — ei nun, um ſo ſchlimmer war es für Letztere. Sogar Miß Pin⸗ kerton, dieſes ſtrenge und göttergleiche Frauenzimmer, ſchalt ſie nur ein Mal, und gab, obgleich ein zartes, fei⸗ nes Gefühl ihr eben ſo unbekannt war, wie die Algebra, allen Lehrern und Lehrerinnen den ausvrücklichen Befehl, mit Miß Sedley ſo ſanft wie möglich umzugehen, da ſie eine rauhe Behandlung nicht ertragen könne.

Als daher der Tag der Abreiſe herbeikam, ſo war Miß Sedley in großer Verlegenheit, was ſie thun, ob ſie lachen oder weinen ſolle. Sie war froh, nach Hauſe zu kommen, und dabei doch wieder ſo unendlich traurig, die