iſt unendlich edler, denn jeder Name. Fürwahr, nicht kennt das Leben der, ſo ſie nicht kenut; und der hat die höchſte Fähigkeit der Seele nicht gefühlt, der ſich der Liebe nicht erfreuet hat. Im Namen meines Wei⸗ bes ſchreibe ich es alle unſere Hoffnungen ſind erfüllt, und unſeres Glückes iſt kein Ende. Eine ſolche Liebe zu beſitzen, iſt ein Segen und eine Wonne, im Ver⸗ gleich mit welchem alle andern irdiſchen Freuden völlig werthlos ſind; und an ſie denken, heißt Gott preiſen.
Es war zu Brüſſel, wohin wir uns nach dem Mißlingen unſeres Planes zurückzogen indem un⸗ ſere whiggiſchen Freunde uns riethen, uns eine Zeit lang ferne zu halten —), daß mir die große Wonne meines Lebens zu Theil, und daß meine theure Gebie⸗ terin meine Frau wurde. Wir waren an ein unbe⸗ grenztes Zutrauen und an eine äußerſte Intimität ſo gewöhnt geweſen, und hatten ſo lange und ſo zärtlich mit einander gelebt, daß wir bis an das Ende unſeres Lebens hätten ſo fortfahren können, ohne an ein engeres Band zu denken; aber gewiſſe Umſtände führten jenes Ereigniß herbei, das mein und ihr Glück ſo ungehener vermehrte (— ich danke dafür demüthigſt dem Him⸗ mel —), obgleich noch ein Unglück über uns kam, das, — ich erröthe, wenn ich daran denke, — in unſerem Hauſe mehr denn einmal vorgekommen war. Ich weiß nicht, welche Bethörung des Ehrgeizes das ſchöne und eigen⸗ ſinnige Frauenzimmer dazu trieb, deſſen Namen ſo viele dieſer Seiten eingenommen hat, und dem ich zehn Jahre lang mit ſolcher Treue und Liebe diente; aber ſeit dem Tage, wo wir ſie auf Schloß Caſtlewvod retteten, ſah ſie ihre ganze Familie beharrlich als ihre Feinde an; und dann verließ ſie uns, und flüchtete ſich nach Frank⸗ reich, um einem Schickſale anheimzufallen, das ich hier nicht erzählen mag.


