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Preizehntes Rapitel. Erſter Auguſt 1714.
„Weiß meine Gebieterin auch darum?“ fragte Es⸗ mond den jungen Frank, während ſie mit einander fortſpazierten.
„Meine Mutter hat den Brief in dem Buche, auf dem Toilettentiſche gefunden. Beatrix hatte ihn geſchrieben, ehe ſie das Haus verließ,“ ſagte Frank. „Mutter begegnete ihr auf der Treppe, als dieſelbe ſchon die Hand an der Thüre hatte, und hinein zu gehen ſuchte; und ſeit dem Augenblicke iſt Mutter nicht von ihr gewichen, bis ſie wegfuhr. Er dachte nicht da⸗ ran, es dort anzuſehen; auch hatte Martin keine Ge⸗ legenheit, es ihm zu ſagen. Ich glaube, der arme Teu⸗ ſel hatte dabei keine böſe Abſicht, obgleich ich ihn faſt halb umgebracht habe; er glaubte, er bringe den Brief Beatrixens Bruder.“
Frank machte mir auch nicht mit einer Silbe einen Vorwurf darüber, daß ich den Schurken in unſer Haus gebracht.
Und als wir an der Thüre anklopften, ſagte ich: „Wann werden die Pferde parat ſein?“ Frank aber deutete mit ſeinem Stocke vor ſich hin, und da ſah in demſelben Augenblicke die Pferde um die Straße iegen.
Wir gingen zu Lady Caſtlewvod hinauf, um uns bei ihr zu verabſchieden. Sie befand ſich in dieſem Augenblicke in einem Zuſtand furchtbarer Aufregung, und es befand ſich bei ihr der Biſchof, deſſen Geſell⸗ ſchaft ſie ſo ſehr liebte.


