Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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ſpaniſch verſtanden, gehörte auch Harry Esmond, der ſchon vor langer Zeit von ſeinem freundlichen Jeſuiten darin unterrichtet worden war, und nun die Ehre hatte, Seiner Gnaden dieſe harmloſen Kriegsdocumente zu überſetzen. Der Don führte am Schluſſe ſeiner Pro⸗ clamation einen ſcharfen Hieb gegen Seine Gnaden, ſowie noch gegen andere Generale in Dienſten Ihrer Majeſtät. Es hieß da: „daß er und ſein Rath das edle Beiſpiel ihrer Vorfahren zu befolgen hätten, die ihre Erhebung nie im Blute oder in der Flucht ihrer Könige geſucht. Mori pro patria — dieß ſei ſein Wahlſpruch, den der Herzog ſo gefällig ſein möchte, der Prinzeſſin mitzutheilen, die England regiere.“

Ich vermag nun nicht zu ſagen, ob die Truppen über dieſe Art böſe waren oder nicht: ſo viel iſt ge⸗ wiß, daß Etwas ſie in Muth ſetzte, denn da unſere Leute ſich der Stadt Cadix nicht bemächtigen konnten, ſo nahmen ſie Puerto Santa Maria in Beſitz, plün⸗ derten es, braunten die Waarenlager der Kaufleute nieder, beſoffen ſich mit den famoſen Weinen, die ſie dort fanden, raubten ruhige Häuſer und Klöſter aus, und mordeten, und thaten andere Dinge, die noch ſchlimmer waren. Und das einzige Blut, das Mr. Es⸗ mond in dieſer ſchimpflichen Campagne vergoß, war, daß er mit einer Halbpike eine engliſche Schildwache niederſchlug, welche eine arme zitternde Nonne miß⸗ brauchen wollte. Wird es ſich wohl herausſtellen, daß ſie eine Schönheit, — ja, daß ſie vielleicht eine Prin⸗ zeſſin, — oder daß ſie vielleicht Esmond's Mutter war⸗ die er verloren und nie geſehen hatte? Leider muß ich ſagen, daß keines der Fall war: es war bloß ein armes, waſſerſüchtiges, engbrüſtiges, altes Frauenzim⸗ mer, mit einer Warze auf der Naſe. Da aber Esmond ſchon frühzeitig in der römiſch⸗katholiſchen Religion unterrichtet worden war, ſo hatte er zu keiner Zeit vor

Henry Esmond. M. 3