Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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eben ſo friſch, als an dem Tage, wo er ſie, als junger

Mann, zum erſten Male ſah. Eine Wolke, faſt eine Wolke des Grams, die während der letzten Jahre ſei⸗

nes Lebens in unheimlicher Weiſe über ihm geſchwebt,

und dieſelben in Düſterheit gehüllt hatte, ſchien ſich während dieſer glücklichen Fahrt und Campagne von Esmond wegzuziehen. Seine Energie ſchien bei einem frohen Gefühle der Freiheit zu erwachen, und ſich aus⸗ zudehnen. War er wohl insgeheim froh, daß er ſich jener liebevollen, aber unedlen Sklaverei, in der er zu Hauſe gelebt, endlich entriſſen hatte? War es, daß das Gefühl der untergeordneten Stellung, das der Gedanke an ſeine niedrige Geburt ihm aufgedrungen, von ihm wich, ſeitdem er jenes Geheimniß kannte, das, obgleich er es für ſich behalten mußte, denn doch hinreichte, um ihn heiter zu ſtimmen und ihn zu tröſten?

So viel iſt auf jeden Fall gewiß, daß der junge Esmond bei der Armee ein ganz anderes Weſen war, total verſchieden von dem traurigen kleinen Abhäng⸗ linge des freundlichen Caſtlewvod'ſchen Hauſes, und von dem trübſinnigen Studenten von Trinit Walks, von dem Studenten, der unzufrieden mit ſeinem Schick⸗ ſale, ſowie mit dem Berufe, zu welchem er ſich ent⸗ ſchloſſen, er wußte ſelbſt nicht, wie, mit einer Art ge⸗ heimen Unwillens dachte, daß der Prieſterrock und die Biffchen, ſowie ſelbſt das heilige Amt, dem er ſich einſt zu widmen beſchloſſen, in Wirklichkeit nichts Anderes wären, als die Zeichen einer Knechtſchaft“ die ſein Leben laug dauern ſollte. Denn er mochte es ſich auch noch ſo ſehr verhehlen, immer war es ihm geweſen, daß, Caſtlewood's Kaplan zu ſein, nichts Anderes hieße, als Caſtlewood's Untergebener zu ſein, und daß ſonach ſein Leben nur eine lange, hoffnungsloſe Knechtſchaft ſein würde. Und ſo war er denn weit entfernt, ſeinem alten Freunde Tom Tuſher ſein Glück (— wofür Tom ſeine Anſtellung ohne Zweifel hielt —) zu mißgönnen.