Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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milie keinen wärmeren Anhänger, als die gütige Lady von Caſtlewvod, in deren Haus Csmond erzogen wor⸗ den war. Sie beeinflußte ihren Gatten, und vielleicht weit mehr, als my Lord wußte, der ſeine Frau unge⸗ heuer bewunderte, wenn er ihr auch untreu war, und der, die mit allem ſelbſtſtändigen Denken verbundene Mühe ſchenend, die Meinungen und Anſichten, die ſie für ihn wählte, recht gerne annahm. Für eine Perſon von ſo einfältigem und treuem Gemüthe, wie ſie war, war es unmöglich, einem andern Souverain zu huldigen, als dem einen, dem, in ihren Augen, der engliſche Thron gehörte. König William des Intereſſes wegen zu dienen, wäre in ihren Angen eine monſtröſe Heuche⸗ lei und ein unerhörter Verrath geweſen⸗ Ihr reines Gewiſſen hätte ebenſo wenig darein zu willigen ver⸗ mocht, als in einen Diebſtahl, eine Fälſchung, oder eine andere ſchlechte That. Ohne Zweifel wäre Lord Caſtle⸗ wood für das neue Königthum zu gewinnen geweſen, nie aber ſeine Frauz und in dieſem Falle, wie in den meiſten andern, ſo lange die Verſuchung nicht zu ſtark war, unterordnete er ſein Gewiſſen dem ihrigen.

Und höchſt wahrſcheinlich waren ſeine Liebe und Dankbarkeit, und jene eifrige Hingebung für ſeine Gr⸗ bieterin, welche die ganze Jugendzeit Esmond's charak⸗ teriſirten, ſchuld, daß der junge Mann dieſen, ſowie noch andere Glaubensartikel unterſchrieb, die ſeine lieb⸗ volle Wohlthäterin ihm als ſolche hinſtellte. Hätte ſie der Whigpartei angehört, ſo wäre er ein Whig gewe⸗ ſen; — wäre ſie eine Anhängerin von Mr. Fox ge⸗ weſen, und zur Sekte der Quäker übergegangen, ſo hätte er, aller Wahrſcheinlichkeit nach, den Manſchetten, dem Buſenſtreifen, und der Perrücke entſagt⸗ und hätte Degen, betreßte Röcke, und Strümpfe mit Zwickeln an⸗ dern Menſchenkindern überlaſſen. Bei den Streitig⸗ keiten der jungen Leute auf der Univerſität, wo der

Parteigeiſt ſehr heftig war, zeichnete ſich Esmond durch