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rauf tödtete er den armen, dummen Frank. Der Streit war einzig und allein wegen ſeiner Frau angegangen. Ich weiß wohl, daß derſelbe gar keine andere Urſache gehabt hat.
„Und nun, Neffe, ſagen Sie mir, ob zwiſchen ihr und Mohun ein Verhältniß Statt gefunden hat. Sagen Sie mir es unr ungenirt. Was Sie ſelbſt be⸗ trifft, ſo will ich Sie mit Fragen verſchonen.“
Hier wurde Mr. Esmond feuerroth. Doch rief er alsbald:
„My Ladys Tugend iſt gleich der einer Heiligen im Himmel, Madame.“
„Bh! — mon neveu. Es kommen gar viele Hei⸗ lige in den Himmel, die auf dieſer Erde gar viele Sünden zu bereuen hatten. Ich glaube wahrhaftig, daß Sie um kein Haar beſſer ſind, als die übrigen Narren alle, und daß Sie in das Ding ſterblich ver⸗ liebt ſind.“
„Soll ich Ihnen die Wahrheit ſagen, Madame, ſo liebte und ehrte ich ſie vor aller Welt,“ antwortete Esmond; „auch ſchäme ich mich deſſen nicht.“
„Und ſie hat zum Danke dafür das Haus vor Ih⸗ nen zugeſchloſſen, — und hat die Pfründe dem ab⸗ ſcheulichen jungen Bären, dem Sohne des oabſcheuli⸗
nalten Bären, Tuſher genannt, gegeben, ſie wolle Sie nie mehr ſehen. Monsieur mon nevev, — ſo ſind wir Alle. Als ich noch jung war, gab es, — ich weiß es gewiß, — an die tauſend Duelle wegen mei⸗ ner. Und als der arme Monsieur de Sonchy ſich zu Brügge, im Kanal, erſäufte, weil ich mit Graf Springbock tanzte, — da konnte ich auch nicht eine einzige Thräne herauspreſſen, ſondern tanzte bis fünf Uhr Morgens. Es war der Graf, — doch nein, es war my Lord Ormond, der die Geiger bezahlte, und Seine Majeſtät that mir die Ehre an, die ganze Nacht hindurch mit mir zu tanzen.


