Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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niſſe einander zum letzten Male geſehen, — auf Jahre wenigſtens. Vielleicht nach Jahren, wann ein Mal — wann ein Mal unſer Knien, und unſere Thränen, und unſere Zerknirſchung unſere ſündigen Herzen anders gemacht, und uns Vergebung ausgewirkt haben, Sir, ſehen wir uns wieder, — jett aber nicht. Nach dem, was vorgegangen, könnte ich ſeinen Anblick nicht er⸗ tragen. Ich wünſche ihm alles Glück, Sir; aber ich ſage ihm auch Lebewohl; — und wenn er wirklich die Liebe zu uns hegt, wovon er ſpricht, ſo erſuche ich ihn inſtändigſt, es mir dadurch zu beweiſen, daß er mir in dieſem Stücke gehorcht.“ „Es wird aber dem jungen Mannk das Herz brechen, Madame, wenn ich ihm dieſen harten Aus⸗ ſpruch mittheile,“ ſagte ich.“

„Die Dame ſchüttelte den Kopf,“ fuhr mein güti⸗ ger Gelehrter fort. „Die Herzen junger Männer ſind nicht ſo zart, Mr. Steele,“ ſprach ſie. „Mr. Esmond wird andere — andere Freunde finden. Die Herrin dieſes Hauſes hat angefangen, gegen den Sohn des frühern Lords eine überaus verſöhnliche Stimmung an den Tag zu legen,“ fügte ſie erröthend hinzu, „und hat mir verſprochen, — das heißt, ſie hat verſprochen, daß ſie ſich ſeiner annehmen wolle. So lange ich auf Schloß Caſtlewvod lebe, ſoll es ihm nie wieder eine Heimath ſein, — nein, nie wieder. Die That, die geſchehen, iſt zu gräßlich. Auch darf er nicht an mich ſchreiben, — es ſei denn, — doch nein, — er darf mir nie mehr ſchreiben, noch werde ich ihn je wieder ſehen. Geben Sie ihm, wenn Sie wollen, meinen Abſchieds — ſt! kein Wort von all' dem vor meiner Tochter!““

„Hier trat die ſchöne Beatrix, vom Fluſſe her kommend, ein: ihre Wangen ſtrotzten von Geſundheit, und ſah in den Trauerkleidern, die ſie trug, nur noch um ſo liebenswürdiger und um ſo friſcher aus. Und my Lady Viscounteß ſagte: