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was das öffentliche Gerücht ſagte als das, was er privatim erfuhr, erhielt Csmond Kunde von dem Thun und Laſſen ſeiner unglücklichen Gebieterin. Steele's Herz war ſehr entzündbarer Natur; und der Oberthürſteher ſprach in Ausdrücken unbegrenzter Be⸗ wunderung ſowohl von der Wittwe (— jener wunder⸗ ſchönen Frau, wie er ſagte —), als von ihrer Toch⸗ ter, die in des Capitäns Augen ein noch viel größe⸗ res Wunder von Schönheit war. Wenn die blaſſe Wittwe, welche Capitän Richard in ſeinem Dichterfluge mir einer Niobe in Thränen, — mit einer Sigis⸗ munda, — mit einer weinenden Belvidera verglich, der liebenswürdigſte und pathetiſchſte Gegenſtand war, den ſeine Angen je geſchaut, oder um deſſentwillen die Eiskruſte ſeines Herzens geſchmolzen, ſo waren ſelbſt ihre reifen Vollkommenheiten, und ihre Schön⸗ heit ſo gut, wie Richts, im Vergleich mit jener äußer⸗ ſten Liebenswürdigkeit und Anmuth, welche dem guten Capitän ihre Tochter zu verſprechen ſchien. Es war matre pulcra filia pulerior. Steele verfaßte, während er in der Antichambre ſeines Prinzen Dienſt hatte, Sonnette auf die Reize der Mutter und der Tochter. Ganze Stunden konnte er mit Harry Esmond über dieſelben ſprechen; und er hätte wirklich wenige Ge⸗ genſtände wählen können, die den unglücklichen jungen Mann wohl mehr zu intereſſiren vermocht hätten, den jungen Mann, deſſen Herz, jetzt wie immer, dieſen Damen gehörte, und der Allen dankbar war, die ſie liebten, oder lobten, oder ihnen geneigt waren.
Nicht daß ſeine Treue durch eine entſprechende Freundlichkeit, oder auch nur durch ein Zeichen der Beſänftigung von Seiten einer Gebieterin belohnt wor⸗ den wäre, die nach zehn Jahren der Liebe und unaus⸗ i Wohlthaten nun ſich ganz verhärtet zeigte.
a der grme junge Mann, wenn man das Schreiben Tuſher's ausnahm, keine Antwort auf den Brief er⸗


