278
es beinahe den Hals zuſchnürte, als er das Röcheln des Sterbenden hörte.
„My Lord Visconnt,“ ſagt Mr. Atterbury, „Mr. Esmond will keinen Zeungen herbeigerufen wiſ⸗ ſen: er hat das Papier verbrannt.“
„Mein theuerſter Herr!“ ſprach Esmond, nieder⸗ kniend, und die Hand des Sterbenden ergreifend, und dieſelbe küſſend.
Da raffte ſich My Lord Viscount in ſeinem Bette auf, und warf ſeine Arme um Esmond's Hals.
„Gott ſ ſene das war Alles, was er ſagte. Das Blut ſtrömte aus ſeinem Munde heraus über den jungen Mann hin.
Mein thenuerſter Gebieter war nicht mehr. Er war dahingeſchieden mit einem Segensſpruche auf den Lippen, mit Liebe, und Reue, und Güte in ſei⸗ ner männlichen Bruſt.
„Benedicti benedicentes,« ſagt Mr. Atterbury, und der neben dem Bette kniende junge Mann ſtöhnte ein Amen hervor.
4 „
„Wer ſoll es übernehmen, ihr die Todesnachricht zu überbringen?“ dieß war Mr. Esmond's nächſter Gedanke. Und dann erſuchte er Mr. Atterbury, nach Caſtlewvod ſich zu begeben, um die traurige Botſchaft zu überbringen. Er ſelbſt konnte mit einer ſo ſchreckli⸗ chen Nachricht ſeiner Gebieterin nicht vor die Augen treten.
Da Mr. Atterbury voller Güte in Esmond's Ver⸗ langen willigte, ſo ſchrieb Letzterer, in aller Eile, auf ein Blatt Papier ſeines Taſchenbuches einige Zeilen an my Lords Diener, worin er ihm befahl, die Pferde für Mr. Atterbury parat zu halten, und dieſen zu be⸗ gleiten, und Esmond's Mantelſack nach dem Gate⸗ houſe⸗Gefängniſſe zu ſchicken, wohin er zu gehen be⸗ ſchloß, um ſich den Händen der Gerechtigkeitzu überliefern.


