Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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ein elender Schurke und Verräther aus der Welt gehen, oder ein armer unnützer Teufel, dem gar Nichts daran gelegen iſt, ob er noch länger lebt, oder nicht.

„Es iſt beſſer, Heinz, wenn ich aus dieſer Welt gehe: — wenn ich einmal fort bin, ſo wird meine Frau nur um ſo beſſer daran ſein,“ fährt my Lord fort, mit einem Aechzen, welches Harry Esmond das Herz dermaßen zerriß, daß er über der gütigen Hand ſeines Beſchützers in ein heftiges Schluchzen ausbrach.

„Es iſt die Sache mit Mohun abgeſprochen wor⸗ den, bevor er von Hauſe, — ich meine Caſtlewvod, — wegging,“ — ſagte my Lord wieder nach einer kleinen Weile. „Ich nahm den Brief, den ich geleſen hatte, und zeigte ihm denſelben auf ſeinem Zimmer. Dann warf ich ihm ſeine Schurkerei vor, und er konnte die⸗ ſelbe auch nicht abläugnen: nur ſagte er, meine Frau ſei unſchuldig.“ *

„Und das iſt ſie auch: ja, ſie iſt es, my Lord, vor Gott und den Menſchen!“ ruft Harry.

„Es iſt nicht daran zu zweifeln, — es iſt nicht daran zu zweifeln. Frauen ſind immer unſchuldig,“ ſagt my Lord.

„Ohne Zweifel wurde ſie bloß aus Zufall ohn⸗ mächtig, als ſie hörte, ; ſei getödtet.“

„Aber my Lord, heiße ja Harry!“ rief Es⸗ mond, deſſen Geſicht hier brennend heiß und feuerroth war. „Sie ſagten ja, my Lady, Harry ſei todt!“

„Hölle und Teufel! Soll ich mich auch mit Dir ſchlagen?“ ſchreit my Lord wüthend. „Willſt denn Du, Du kleine Schlange, die ich an meinem Buſen

erwärmt ſtechen, — Du? — Nein mein Junge, Du biſt ein ehrlicher Burſche; — Du biſt ein guter Burſche.“

Und hier verwandelte fich ſeine Wuth in Thränen, deren Anblick noch jammervoller war. „Ja“ fuhr er dann fort, „Du biſt ein ehrlicher